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Ambulanz

Sportmedizinische Diagnostik und ein breites Spektrum konservativer Behandlungsmöglichkeiten eröffnen unterschiedliche Wege, Beschwerden zu verstehen und zu behandeln. Welche Untersuchungen und Therapien sinnvoll sind, richtet sich dabei nach den Beschwerden, der individuellen Situation und den gemeinsam vereinbarten Zielen.

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Gerade bei akuten Sport- und Unfallverletzungen möchten wir schnell und unkompliziert erreichbar sein. Bei länger bestehenden, degenerativen oder unklaren Beschwerden sowie bei Überlastungsschäden und belastungsabhängigen Beschwerden nehmen wir uns die Zeit, genauer hinzusehen, Zusammenhänge zu verstehen und gemeinsam einen passenden Weg zu entwickeln.

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Die folgenden Bereiche geben einen Überblick über unsere diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten.

Diagnostik

Diagnostik beginnt nicht erst mit einem technischen Verfahren. Schon der erste Eindruck kann wichtige Hinweise geben: Wie bewegt sich ein Mensch? Wie sind Gangbild und Haltung? Gibt es Schon- oder Ausweichbewegungen? Beobachten, zuhören und untersuchen bilden deshalb die Grundlage, um Beschwerden gemeinsam einzuordnen.

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Im Gespräch geht es zunächst darum, die aktuellen Beschwerden und ihre Entstehung zu verstehen. Bei einer akuten Verletzung kann dafür bereits eine kurze, gezielte Unfall- und Beschwerdeanamnese ausreichen. Bei länger bestehenden, wiederkehrenden oder unklaren Beschwerden kann es dagegen sinnvoll sein, den Blick zu erweitern: auf frühere Verletzungen und Erkrankungen, andere Beschwerden, bisherige Untersuchungen und Behandlungen sowie auf Belastungen in Sport, Beruf und Alltag. Je nach Fragestellung können auch weiter zurückliegende gesundheitliche Entwicklungen oder familiäre Zusammenhänge wichtige Hinweise geben. 

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An das Gespräch schließt sich die gezielte körperliche und funktionelle Untersuchung an. Dabei betrachten wir nicht nur die Region, in der Beschwerden auftreten, sondern – wenn es für die Fragestellung sinnvoll ist – auch angrenzende Strukturen und funktionelle Zusammenhänge. Neben der klassischen klinischen Untersuchung fließen dabei sportmedizinische und manualmedizinische Untersuchungstechniken ein. Je nach Fragestellung werden auch die motorischen Fähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Flexibilität und Koordination berücksichtigt. Entscheidend ist nicht der einzelne Untersuchungsbefund, sondern seine Einordnung gemeinsam mit der Vorgeschichte, den Beschwerden und den Beobachtungen aus dem bisherigen Untersuchungsverlauf.

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Ein großer Teil medizinischer Diagnostik kommt ohne aufwendige Technik aus. Oft entstehen die entscheidenden Hinweise durch genaues Beobachten, Zuhören und Untersuchen. Wo zusätzliche Informationen für Diagnose, Einordnung oder weitere Behandlung hilfreich sind, ergänzen wir die klinische Untersuchung gezielt durch weitere diagnostische Verfahren.

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In unserer Ambulanz stehen dafür unter anderem Sonographie, digitales Röntgen, Laboruntersuchungen sowie verschiedene Verfahren der sportmedizinischen Funktionsdiagnostik (Ruhe- und Belastungs-EKG, Lungenfunktionsdiagnostik, Analyse der Körperzusammensetzung mittels BIA) zur Verfügung. Weiterführende Untersuchungen können bei Bedarf über kooperierende Einrichtungen veranlasst werden.

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Mehr zur apparativen Diagnostik ->

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Manuelle Medizin/Chirotherapie

Manuelle Medizin und Chirotherapie erweitern die klassische Untersuchung um eine funktionelle und palpatorische Perspektive. Sehen und Tasten sind dabei wesentliche Bestandteile der Untersuchung. Veränderungen von Haut und Weichteilen, Temperatur, Gewebespannung und Druckempfindlichkeit können ebenso Hinweise geben wie Beweglichkeit, Schmerzprovokation und das Zusammenspiel von Gelenken, Muskulatur und Sehnen. Anatomische und neurologische Zusammenhänge helfen dabei, diese Beobachtungen einzuordnen und mögliche Funktionsstörungen zu erkennen.

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Untersuchung und Behandlung liegen dabei häufig nah beieinander. Je nach Befund können unterschiedliche manualmedizinische Techniken eingesetzt werden, um Schmerzen zu beeinflussen und Beweglichkeit und Funktion zu verbessern. Dabei kommen mobilisierende Verfahren ebenso wie chirotherapeutische und osteopathisch geprägte Techniken zum Einsatz.

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Welche Technik sinnvoll ist, richtet sich nach dem individuellen Befund. Wo möglich, bevorzugen wir schonende Verfahren und wägen Nutzen und mögliche Risiken einer Behandlung gegeneinander ab. Manualmedizinische Befunde und Behandlungen werden dabei immer in das klinische Gesamtbild eingeordnet.

Akupunktur

Akupunktur ist Teil einer über lange Zeit entwickelten Medizin, die wesentlich auf genauer Beobachtung beruht. Auch wenn sich ihre traditionellen Erklärungsmodelle nicht unmittelbar auf unser heutiges medizinisches Verständnis übertragen lassen, lassen sich Wirkungen der Akupunktur heute unter anderem mit Mechanismen der Schmerzverarbeitung und des Nervensystems in Verbindung bringen.

In der Ambulanz kommt vor allem Körperakupunktur zum Einsatz. Klassische Akupunktur kann dabei mit der gezielten Behandlung schmerzhafter Muskel- und Triggerpunkte verbunden werden. Bei unterschiedlichen Schmerzbildern und funktionellen Beschwerden kann sie eine sinnvolle Ergänzung anderer Behandlungsformen sein. Ihre Wirkung lässt sich dabei nicht allein auf den einzelnen Nadelstich reduzieren. Akupunktur kann vielmehr in einen Behandlungsprozess eingebettet sein, in dem auch die Wahrnehmung von Beschwerden, Bewegung und weitere therapeutische Maßnahmen eine Rolle spielen.

Akupunktur steht dabei weder im Gegensatz zu einer wissenschaftlich orientierten Medizin noch kann sie jede Erkrankung behandeln. Wo strukturelle Erkrankungen eine gezielte medizinische Behandlung erfordern, kann sie diese nicht ersetzen. Wo ihre Anwendung sinnvoll erscheint, kann sie jedoch einen zusätzlichen therapeutischen Weg eröffnen.

Weitere Therapieverfahren

Je nach Beschwerden, Befund und Behandlungsziel können weitere therapeutische Verfahren sinnvoll sein. Sie unterscheiden sich in ihrem Wirkprinzip, ihren Einsatzmöglichkeiten und auch in der wissenschaftlichen Evidenz. Entscheidend ist deshalb nicht das einzelne Verfahren, sondern die Frage, ob und an welcher Stelle es die Behandlung sinnvoll ergänzen kann.
 

Die wissenschaftliche Bewertung solcher Verfahren ist nicht immer eindeutig. Für manche Anwendungen liegen gute Untersuchungen und klare Empfehlungen vor, für andere ist die Studienlage begrenzt oder widersprüchlich. Auch ein Verfahren, das bei einer bestimmten Erkrankung sinnvoll sein kann, muss deshalb nicht bei einer anderen Beschwerde gleichermaßen hilfreich sein.
 

Wissenschaftliche Erkenntnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Entscheidung. Gemeinsam mit der individuellen Situation, ärztlicher Erfahrung sowie den Zielen und Vorstellungen des Menschen helfen sie dabei einzuschätzen, ob ein zusätzliches Behandlungsverfahren sinnvoll erscheint – oder ob darauf verzichtet werden kann.

Fokussierte Stoßwellentherapie

Bei der fokussierten Stoßwellentherapie werden mechanische Impulse gezielt in das zu behandelnde Gewebe eingebracht. Im Unterschied zur radialen Stoßwellentherapie lässt sich die Energie dabei auch in tiefer gelegenen Strukturen räumlich konzentrieren.

Zum Einsatz kommt deshalb überwiegend die fokussierte Stoßwellentherapie.
 

Am Anfang steht auch hier die Diagnose. Die klinische Untersuchung wird durch die Sonographie ergänzt, mit der sich insbesondere Sehnen, Sehnenansätze, Muskeln und andere Weichteilstrukturen hochauflösend darstellen lassen. So können Veränderungen genauer eingeordnet und die zu behandelnde Struktur gezielt lokalisiert werden.
 

Ein Schwerpunkt der Stoßwellentherapie liegt bei Erkrankungen von Sehnen und Sehnenansätzen. Sie kann bei Tendinopathien mit und ohne Verkalkungen eingesetzt werden. Darüber hinaus gibt es Einsatzmöglichkeiten bei ausgewählten knöchernen Erkrankungen, etwa bei Stressfrakturen oder verzögerter Knochenheilung, sowie bei belastungsabhängigen Beschwerden im Bereich der Schambeinfuge.
 

In einzelnen Situationen kann die fokussierte Stoßwelle auch zur gezielten Behandlung tiefer gelegener schmerzhafter Muskelstrukturen und Triggerpunkte eingesetzt werden.
 

Die Stoßwelle bleibt dabei ein Teil der Behandlung. Gerade bei Überlastungsbeschwerden von Sehnen und Knochen gehört dazu auch die Frage, wodurch die betroffene Struktur belastet wird, welche Belastung weiterhin sinnvoll ist und wo vorübergehend eine Veränderung notwendig sein kann. Ziel ist deshalb nicht, ein Verfahren anzuwenden, weil es zur Verfügung steht, sondern gemeinsam zu entscheiden, ob es in der jeweiligen Situation einen sinnvollen therapeutischen Reiz setzen kann.
 

Häufige Anwendungsbereiche

  • Plantarfasziitis (Fersenschmerz, mit oder ohne Fersensporn)

  • Achillessehnentendinopathie (Achillodynie)

  • Patellasehnentendinopathie (Patellaspitzensyndrom, Springerknie/Jumper’s Knee)

  • Epicondylopathie (Tennisellenbogen, Golferellenbogen)

  • Kalkschulter (Tendinosis calcarea)

  • Glutealsehnentendinopathie / Greater Trochanteric Pain Syndrome (seitlicher Hüftschmerz)

  • proximale Hamstringtendinopathie

  • Adduktorentendinopathie

  • Osteitis pubis und belastungsabhängige Beschwerden der Schambeinregion

  • Stressreaktionen und Stressfrakturen (Ermüdungsbrüche)

  • verzögerte Frakturheilung und Pseudarthrosen

  • ausgewählte Muskel- und Triggerpunktbeschwerden

ACP-Therapie

ACP (Autologes Conditioniertes Plasma) ist ein Eigenblutverfahren. Dabei wird eine kleine Menge Blut entnommen und so aufbereitet, dass ein Plasma mit erhöhter Konzentration an Blutplättchen gewonnen wird. Die darin enthaltenen Boten- und Wachstumsfaktoren sind an unterschiedlichen biologischen Prozessen beteiligt, die bei der Reaktion und Anpassung von Gewebe eine Rolle spielen.

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ACP kann bei bestimmten Sehnenerkrankungen und degenerativen Gelenkbeschwerden als zusätzliche Behandlungsoption eingesetzt werden. Ob eine solche Behandlung sinnvoll ist, hängt dabei nicht allein von der Diagnose ab. Gerade bei Sehnenerkrankungen spielen Dauer und Verlauf der Beschwerden, der klinische und sonographische Befund sowie die bisherige Behandlung eine wichtige Rolle.

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Am Anfang steht deshalb in der Regel nicht die Injektion. Belastungssteuerung, Bewegung und gezielte Eigenübungen bilden bei vielen Beschwerden die Grundlage der Behandlung. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen oder der Befund eine zusätzliche Behandlung sinnvoll erscheinen lässt, kann ACP eine weitere therapeutische Möglichkeit sein.

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Die Idee hinter der Behandlung ist, körpereigene Bestandteile des Blutes gezielt an der betroffenen Struktur einzusetzen. Die darin enthaltenen Boten- und Wachstumsfaktoren können dort Prozesse beeinflussen, die bei Heilung und Anpassung eine Rolle spielen. Wie gut ACP helfen kann, ist je nach Erkrankung unterschiedlich. Deshalb wird die Behandlung nicht isoliert eingesetzt, sondern als eine mögliche Ergänzung zu Bewegung, Belastungssteuerung und weiteren therapeutischen Maßnahmen.

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Häufige Anwendungsbereiche

  • Kniearthrose (Gonarthrose) und ausgewählte andere degenerative Gelenkbeschwerden

  • Tennisellenbogen (laterale Epicondylopathie)

  • Patellasehnentendinopathie (Patellaspitzensyndrom, Springerknie/Jumper’s Knee)

  • ausgewählte weitere Sehnenerkrankungen

  • ausgewählte Meniskusläsionen

  • in Einzelfällen ausgewählte Bandverletzungen

Hyaluronsäure-Therapie

Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil verschiedener Gewebe des menschlichen Körpers und findet sich in hoher Konzentration auch in der Gelenkflüssigkeit. In der Medizin wird sie vor allem bei degenerativen Gelenkbeschwerden, aber auch bei ausgewählten Beschwerden von Sehnen und umgebenden Gleitgeweben eingesetzt.

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Bei Arthrose kann Hyaluronsäure in das betroffene Gelenk injiziert werden. Ziel ist dabei nicht, verlorenen Gelenkknorpel wiederherzustellen, sondern das Gelenkmilieu zu beeinflussen und Schmerzen und Funktion positiv zu verändern.

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Auch außerhalb von Gelenken kann Hyaluronsäure eingesetzt werden. Bei ausgewählten Sehnenbeschwerden oder Beschwerden im Bereich von Sehnen und angrenzenden Gleitgeweben kann sie gezielt an die betroffene Struktur eingebracht werden. Die Sonographie hilft dabei, Veränderungen einzuordnen und die Injektion präzise zu platzieren.

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Wie bei anderen Injektionsverfahren steht auch hier die Injektion nicht für sich allein. Bewegung, Belastungssteuerung und gezielte Übungen bleiben wesentliche Bestandteile der Behandlung. Je nach Erkrankung, Befund und bisherigem Behandlungsverlauf kann eine Injektion sinnvoll sein, wenn sie dazu beiträgt, Beschwerden zu reduzieren und Bewegung und Belastung wieder besser zu ermöglichen.

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Häufige Anwendungsbereiche

  • Kniearthrose (Gonarthrose)

  • Hüftarthrose (Coxarthrose)

  • Arthrose des Schultergelenks

  • Arthrose des Schultereckgelenks (AC-Gelenk)

  • Arthrose des oberen und unteren Sprunggelenks

  • Rhizarthrose (Daumensattelgelenksarthrose)

  • Arthrose weiterer kleiner Gelenke

  • Tractus-iliotibialis-Syndrom (ITBS/Läuferknie)

  • ausgewählte Sehnen- und Sehnenansatzbeschwerden

Physikalische Therapieverfahren

Physikalische Therapieverfahren nutzen unterschiedliche Formen von Energie und physikalischen Reizen, um Schmerzen, Gewebereaktionen und funktionelle Beschwerden zu beeinflussen. Zum Einsatz kommen unter anderem Lasertherapie, Iontophorese, Elektrotherapie mit Sinusströmen, Wärme- und Kälteanwendungen sowie Magnetfeldtherapie.

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Ein Schwerpunkt liegt in der begleitenden Behandlung akuter und subakuter Verletzungen. Je nach Art der Verletzung und Heilungsphase können einzelne Verfahren beispielsweise bei Prellungen, Zerrungen, Muskel- und Bandverletzungen oder nach Gelenkdistorsionen eingesetzt werden. Dabei ist auch der richtige Zeitpunkt wichtig: Nicht jeder therapeutische Reiz ist in jeder Phase einer Verletzung sinnvoll.

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Auch bei länger bestehenden Beschwerden können physikalische Verfahren in ausgewählten Situationen ergänzend eingesetzt werden. Entscheidend ist dabei nicht das einzelne Verfahren, sondern ob es im jeweiligen Behandlungsverlauf einen sinnvollen Beitrag leisten kann.

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Die physikalische Behandlung bleibt deshalb ein Baustein innerhalb des gesamten Behandlungsverlaufs. Entscheidend sind die zugrunde liegende Verletzung oder Erkrankung, ihre jeweilige Phase und die Frage, wann Ruhe und Entlastung notwendig sind und wann Bewegung, Belastung und zusätzliche therapeutische Reize sinnvoll werden. 

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Häufige Anwendungsbereiche

  • Prellungen und Zerrungen

  • Muskelverletzungen und überlastungsbedingte Muskelbeschwerden

  • Bandverletzungen und Teilrupturen

  • Distorsionen, z. B. an Sprunggelenk, Knie, Schulter oder Fingergelenken

  • Sehnen- und Sehnenansatzbeschwerden

  • ausgewählte akute und chronische Schmerzzustände

Lasertherapie

Hochenergetisches Licht wird gezielt als physikalischer Reiz eingesetzt, insbesondere bei schmerzhaften Reiz- und Beschwerdebildern des Bewegungsapparates.

Elektrotherapie

lektrische Ströme werden je nach Verfahren zur Schmerzmodulation, Muskelstimulation und unterstützenden Behandlung von Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt.

Magnetfeldtherapie

Gepulste elektromagnetische Felder werden als ergänzendes physikalisches Verfahren insbesondere bei ausgewählten knöchernen Verletzungen und Heilungsverläufen eingesetzt.

Ultraschalltherapie

Therapeutischer Ultraschall erzeugt mechanische Reize im Gewebe und kann ergänzend bei ausgewählten Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt werden.

Sporttauglichkeit

Sportmedizinische Untersuchungen können sinnvoll sein, bevor jemand neu oder nach längerer Pause mit Sport beginnt, bei regelmäßigem oder leistungsorientiertem Training sowie dann, wenn für Wettkampf, Verein oder Verband eine Sporttauglichkeit nachgewiesen werden soll. Dabei geht es nicht allein darum, mögliche gesundheitliche Risiken zu erkennen. Ebenso wichtig kann die Frage sein, welche Belastungen sinnvoll sind, wie Überlastungen vermieden werden können und wie Sport langfristig gesund ausgeübt werden kann.


Grundlage sind eine ausführliche sportmedizinische Anamnese und körperliche Untersuchung. Je nach Alter, Sportart, Trainingsumfang, Vorerkrankungen und individuellem Risikoprofil können weitere Untersuchungen ergänzt werden. Dazu gehören unter anderem Ruhe- und Belastungs-EKG, Lungenfunktionsdiagnostik, Laboruntersuchungen und die Analyse der Körperzusammensetzung. Bestehende Beschwerden oder Auffälligkeiten können bei Bedarf gezielt weiter abgeklärt werden.


Gerade bei Kindern, Jugendlichen und leistungsorientierten Sportlerinnen und Sportlern gehört auch der Bewegungsapparat zur sportmedizinischen Vorsorge. Wachstumsbedingte Veränderungen, hohe Trainingsumfänge und wiederkehrende einseitige Belastungen können Überlastungsbeschwerden begünstigen. Ziel ist es, solche Entwicklungen möglichst früh zu erkennen und gemeinsam Wege zu finden, Sport gesund und möglichst beschwerdefrei weiter ausüben zu können.


Zum Angebot gehören außerdem Untersuchungen zur Wettkampf- und Sporttauglichkeit für Vereine und Verbände sowie Tauchtauglichkeitsuntersuchungen und Untersuchungen für den Sportbootführerschein. Umfang und Inhalt richten sich dabei nach dem jeweiligen Anlass und den dafür geltenden Empfehlungen und Vorgaben.

Unfallmedizin/D-Arzt

Bei akuten Verletzungen ist eine schnelle und unkomplizierte medizinische Versorgung wichtig. Das gilt besonders im Sport, wo sich zunächst vermeintlich leichte Verletzungen im weiteren Verlauf als behandlungsbedürftig erweisen können. In der Ambulanz können akute Verletzungen während der Öffnungszeiten kurzfristig untersucht und versorgt werden. Die Diagnostik und Behandlung sportbedingter Verletzungen bildet dabei seit vielen Jahren einen besonderen Schwerpunkt.

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Das Spektrum reicht von Prellungen, Schürf- und kleineren Wunden, Zerrungen und Gelenkdistorsionen bis zu Band-, Muskel- und Sehnenverletzungen, Luxationen und Frakturen. Nach der klinischen Untersuchung können bei Bedarf Sonographie und digitales Röntgen unmittelbar zur weiteren Diagnostik eingesetzt werden. Verletzungen, die eine weiterführende operative oder stationäre Versorgung benötigen, werden an entsprechend geeignete Kliniken weitergeleitet.

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Für Arbeits- und Wegeunfälle besteht mit dem Durchgangsarztverfahren ein eigenes Versorgungssystem der gesetzlichen Unfallversicherung. Auch Studierende sind bei Unfällen im organisatorischen Verantwortungsbereich ihrer Hochschule gesetzlich unfallversichert. Dazu gehören beispielsweise Lehrveranstaltungen und andere von der Hochschule verantwortete Tätigkeiten sowie die damit verbundenen Wege.

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Nicht jede Beschwerde, die während einer versicherten Tätigkeit auftritt, ist jedoch automatisch ein Arbeits- oder Hochschulunfall. Insbesondere bei Überlastungsbeschwerden oder Beschwerden ohne klar zuzuordnendes Unfallereignis muss im Einzelfall geklärt werden, ob die Voraussetzungen der gesetzlichen Unfallversicherung erfüllt sind.

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Der D-Arzt entscheidet abhängig von Art und Schwere der Verletzung über die weitere Behandlung und begleitet den Heilungsverlauf. Auch nach einer Erstversorgung oder Operation an anderer Stelle kann die weitere unfallmedizinische Betreuung übernommen und bis zum Abschluss des Heilverfahrens begleitet werden.

Termine, Kosten und Erstattung

Die Verbindung von Sportmedizin, Sportwissenschaft und trainingswissenschaftlichen Erkenntnissen eröffnet Möglichkeiten, Beschwerden, Belastung und Bewegung aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Die diagnostischen und therapeutischen Angebote der Ambulanz stehen dabei nicht nur Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern, sondern grundsätzlich allen Interessierten offen.

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Die Behandlung erfolgt je nach Anlass als privatärztliche Behandlung, als Selbstzahlerleistung oder im Rahmen des D-Arzt-Verfahrens. Eine Abrechnung der regulären ambulanten Behandlung über die gesetzliche Krankenversicherung ist derzeit nicht möglich. Für bestimmte sportmedizinische Untersuchungen bestehen jedoch je nach Krankenkasse besondere Möglichkeiten der Kostenübernahme.

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Privatversicherte und Beihilfeberechtigte erhalten eine privatärztliche Rechnung. Ob und in welchem Umfang die Kosten erstattet werden, hängt von der jeweiligen Leistung, der Indikation und den individuellen Versicherungsbedingungen ab. Bei Leistungen, deren Kostenübernahme nicht sicher ist, empfiehlt es sich, die Erstattung vor Beginn der Behandlung mit der Krankenversicherung oder Beihilfestelle zu klären.

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Arbeits- und Wegeunfälle werden im Rahmen des D-Arzt-Verfahrens über die gesetzliche Unfallversicherung behandelt und abgerechnet.

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